Schneller als der Flash: 90 Milliarden Blitze pro Sekunde

- Forscher der Duke University, North Carolina, haben eine neuartige Lichtquelle entwickelt, die 90 Milliarden Mal pro Sekunde blitzt. Mithilfe dieser Technologie können Computer, Smartphones und Co. einen satten Boost in Sachen Geschwindigkeit bekommen.

Nichts ist schneller als Licht! Zumindest solange man Albert Einsteins Relativitätstheorie folgt. Photonen bewegen sich folgerichtig schneller als Elektronen. Da nun aber alle Bauteile eines Computers mit Elektronen arbeiten, liegt der Schlüssel zum ultimativen Speedbooster in photonenbasierten Microchips.

Einem Team von Wissenschaftlern aus Durham, North Carolina, ist es jüngst gelungen, den Bart dieses Schlüssels zu schleifen. Sie arbeiten an einer Lichtquelle, die 90 Milliarden Impulse pro Sekunde erzeugt.

 

Die Forscher behelfen sich einer ausgeklügelten Konstruktion (siehe b): Ein Laser strahlt dabei auf einen Silberblock. Die Elektronen auf der Oberfläche des Silbers absorbieren die Energie des Lasers und beginnen zu schwingen, dieses Phänomen nennen Physiker ein Plasmon. Nur 20 Atome über dem Silberblock liegt eine dünne Schicht aus Gold. Zwischen Silber und Gold liegen Quantumpunkte von wenigen Atomen Ausmaß. Das äußerst energiereiche Feld des Plasmons beeinflusst nun die Quantumpunkte, einzelne Photonen mit einer Frequenz von 90 Gigahertz abzufeuern.

Maiken Mikkelsen, Assistant Professor of Electrical Computer Engineering an der Duke University kommentierte dieses Experiment in einem Interview mit phys.org: "This is something that the scientific community has wanted to do for a long time. We can now start to think about making fast-switching devices based on this research, so there's a lot of excitement about this demonstration."

Computer, Smartphones und Co. bekämen mit dieser Technologie ein kräftiges Upgrade in Sachen Geschwindigkeit. Bis zur Serienreife braucht es aber noch viel Gehirnschmalz und Forschungsarbeit.
Die Physiker der Duke University sind Flash aber dicht auf den Versen!